
Dieser Einsatz war nicht ganz ohne: Am Mittwochnachmittag krachte ein Gefangentransporter auf einen Scania-Laster auf der A4. Eine Person wurde schwer verletzt.
Wilsdruffs Feuerwehr-Chef Falk Arnhold (61) hat auf der Autobahn schon viele Unfälle gesehen, doch auch für ihn gibt es immer ein erstes Mal: “So etwas hatten wir hier noch nie”, sagt er gegenüber TAG24.
Laut Polizei gab es eine Verschubung, d.h. einen Transport von Gefangenen, zwischen der JVA Zwickau und der JVA Dresden.
Dafür war ein Spezialbus mit sieben Gefangenen und zwei Bediensteten in Richtung Dresden unterwegs, fuhr dazu bei Wilsdruff auf die A4 auf.

“Dabei fuhr er einem ukrainischen Laster ins Heck”, so der Polizeisprecher am Mittwoch. Zunächst waren die Ordnungshüter davon ausgegangen, dass sich der Busfahrer (61) sowie zwei Häftlinge leicht verletzt hatten.
Am Donnerstag teilte die Behörde dann aber mit: Der 61-Jährige erlitt schwere Verletzungen. Darüber hinaus seien vier Insassen (33, 33, 46, 66) leicht verletzt worden.
Der Busfahrer und zwei der verletzten Gefangenen kamen in ein Krankenhaus. Sie konnten am Donnerstag entlassen werden, teilte das Justizministerium in Dresden mit. Der Fahrer des Lastwagens blieb laut Polizei unversehrt.
Rückstau reichte bis nach Nossen

Aus Sicherheitsgründen rückte ein Großaufgebot der Polizei zu der Unfallstelle aus, eskortierte die Verletzten ins Krankenhaus, die Unverletzten nahm ein Ersatzbus auf.
“Es war ja genug Polizei vor Ort”, sagt Feuerwehr-Chef Arnhold. “Da arbeiten wir genauso wie immer, wir helfen jedem!”
Durch den Unfall bildete sich ein Rückstau bis zum Autobahndreieck Nossen.
Der Sachschaden wird auf etwa 25.000 Euro geschätzt. Zur Unfallursache laufen die Ermittlungen.