
Im Mühlviertel (OÖ) war gestern neben Schneechaos auch Verkehrschaos angesagt: Zumindest die B310 war nach einem Lkw-Unfall viele Stunden lang gesperrt. Ein Lenker hatte offenbar nicht so viel Zeit: Er fuhr trotz Anhaltezeichen auf Beamten zu, verlor die Kontrolle, baute einige Unfälle und wollte dann zu Fuß flüchten.Ein führerscheinloser 28-Jähriger ist Freitagnachmittag mit dem Auto seines Bruders bei Rainbach (Bezirk Freistadt) auf zwei Polizisten zugerast, die gerade bei einer Unfallstelle arbeiteten. Die Beamten konnten sich durch einen Sprung zur Seite retten, so die Polizei Oberösterreich. Der Lenker dürfte unter Drogen gestanden sein. Die Bundesstraße zwischen Kerschbaum und Rainbach war nach einem schweren Unfall komplett gesperrt gewesen, die Autofahrer wurden umgeleitet.
Mussten in Sicherheit springen
Der 28-Jährige fuhr jedoch direkt auf die Straßensperre zu, die Handzeichen der Polizisten zum Anhalten ignorierte er augenscheinlich und raste auf die Absperrung zu. Dabei verlor er die Herrschaft über sein Fahrzeug, gelangte auf die Gegenfahrbahn und knallte gegen Betonelemente. Beamte und Mitarbeiter der Straßenmeisterei sprangen über die Elemente in den Graben, um nicht vom Pkw erwischt zu werden.Drogentest verweigert
Der Autofahrer fuhr noch weiter, bevor er im Ortsgebiet von Rainbach gegen einen Baum krachte. Dann flüchtete er zu Fuß. Wenig später wurde er aber gefasst. Ein Alkotest ergab 0,36 Promille. Die Aufforderung zu einer klinischen Untersuchung wegen des Verdachts einer Suchtgiftbeeinträchtigung verweigerte er. Der junge Mann musste im Krankenhaus Freistadt medizinisch versorgt werden. Er wird wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt sowie diverser Anzeigen nach dem Verkehrsrecht angezeigt.