
Die erneuten Disqualifikationen rund um den slowenischen Skispringer Timi Zajc bei der Vierschanzentournee sorgen weiter für heftige Diskussionen.
ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher zeigt sich nach den Disqualifikationen des slowenischen Skispringers Timi Zajc bei der Vierschanzentournee deutlich verärgert.
“Das ärgert mich wirklich maßlos. Wenn die Schrittlänge nicht passt, dann hat sie auch vorher nicht gepasst – ein Anzug wird ja nicht plötzlich weiter oder länger. Für mich ist das ganz klar eine Manipulation, und das geht einfach nicht”, sagte Stecher am Samstag bei einer Medienrunde am Innsbrucker Bergisel.
Dabei gehe es längst nicht mehr um Millimeter, sondern um eine Grundsatzfrage, betonte der 48-Jährige. Die anhaltenden Diskussionen rund um das Material seien insgesamt sehr schädlich für den Skisprungsport.
Der Österreichische Skiverband sieht sich selbst klar auf der sicheren Seite. “Skispringen ist eine extrem sensible Sportart, in der das Material eine entscheidende Rolle spielt. Alles, was wir verwenden, ist von der FIS genehmigt, und wir halten uns zu 100 Prozent an die Regeln”, erklärte Florian Liegl, sportlicher Leiter für Skispringen und Nordische Kombination.
Zajc war beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen bereits zum zweiten Mal in Folge wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert worden.