
Am Donnerstag hat sich ein slowakischer Reisebusfahrer für einen tödlichen Unfall auf der Westautobahn (A1) vor dem Landesgericht verantworten müssen. Der Mann war laut Anklage im Vorjahr im Baustellenbereich bei Thalgau (Flachgau) zu schnell unterwegs. Ein Businsasse starb dabei. Der Prozess wurde vertagt.
Gut eineinhalb Jahre nach dem Unglück begann am Donnerstag der Prozess. Der Fahrer muss sich wegen grob fahrlässiger Tötung und Körperverletzung verantworten. Bei einer Verurteilung drohen ihm mehrere Jahre Haft, vor allem wegen des Todesfalls. Der Prozess aber wurde auf unbestimmte Zeit vertagt, um noch weitere Gutachten einzuholen.

Busfahrer soll Schilder ignoriert haben

Am 10. Mai 2024 kam es auf der Westautobahn zu dem folgenschweren Crash. Der slowakische Busfahrer fuhr dem Unfallsachverständigen Gerhard Kronreif zufolge mit 100km/h in einen auf 60 km/h beschränkten Baustellenbereich.

Er verlor dort die Kontrolle, prallte trotz Vollbremsung mit dem Bus gegen eine Betontrennwand, fuhr auf die Schräge der Schutzwand auf und stürzt dann um. Zehn Personen waren an Bord, ein 76-Jähriger starb später im Spital, acht weitere Personen wurden verletzt. Laut Staatsanwaltschaft soll der 58-jährige Buslenker sämtliche Hinweisschilder ignoriert haben.